Aktualisiert am
04.09.2018

Nebelreißn

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Ländliches Drama in 5 Jahreszeiten von Ralph Wallner
Regie: Sonja Bahner + Katja Froschauer

Was war das für ein Stück?
Tiefe Emotionen bei den Proben und bei den Aufführungen, bei den Spielern und auch beim Publikum!

Sonja Bahner hat das Stück „Nebelreißn“ von Ralph Wallner gelesen, dann war jedes andere Stück plötzlich Chancenlos. Nun musste Sonja Bahner ihre Wunschcrew zusammentrommeln, um das Stück spielen zu können. Als dann die Mannschaft stand kam die große Überraschung. Der Köhler Verlag eröffnete ihr, dass das Stück noch nie gespielt wurde und es somit eine Uraufführung wäre – die erste Uraufführung bei Lampenfieber. „Nebelreißn“ war Ralph Wallners erstes Drama, das er geschrieben hat. Das ehrgeizige Ziel war, das Stück Original, so wie es sich der Autor vorgestellt hat, auf die Bühne zu bringen.

Nachdem Sonja Bahner sehr viel Text hatte, brauchte Sie eine umfangreiche Unterstützung bei der Regie. Katja Froschauer übernahm diese Regiearbeit und sie entlastete Sonja Bahner in hohem Maße.

Die anfängliche Szene sollte von fünf neutralen Personen gespielt werden, die nicht als spätere Rollen zu erkennen sein sollten. Dies realisierten wir mit UV-Taschenlampen, mit denen sich jeder, verteilt im Saal, im Gesicht angeleuchtet hat (siehe Video). Das wirkte gespenstisch und düster. Das Stück war in fünf Bildern (Jahreszeiten) geschrieben und bei Beginn eines jeden Bildes musste ein Teil eines Kinderliedes gepfiffen werden, „Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder“. Wer war dafür geeignet? Da kam nur Maria und Stefan Rinderer in Frage, die sind musikalisch vorbelastet. Mit den ersten Aufnahmen bei uns im Büro waren wir dann doch noch sehr unzufrieden, weil man die Windgeräusche vom Pfeifen zu sehr hörte. Also nochmal ans Werk. Wir brauchten einen „Pop Blocker“, wie man ihn auch in Tonstudios verwendet. Dieser verhindert die Windgeräusche. Kaufen, kam nicht in Frage, also selbst basteln. Aus Sonja Bahners Strumpfhose wurde kurzerhand ein Pop Blocker. Danach war der Sound perfekt.

Endlich war es soweit – URAUFFÜHRUNG und PREMIERE beim Brückenwirt. Sonja Bahner war nervös wie noch nie, hatte, wie sollte es auch anders sein, Lampenfieber. Kommt das Stück an? Klappt alles? Zudem hatte Sonja Bahner auch noch ihr 30 jähriges Bühnenjubiläum. Maria Rinderer hatte die ehrenvolle Aufgabe die Ehrung nach dem Stück vorzunehmen. Das Stück kam super an. Maria Rinderer – Die Ander, anfänglich eine gute Freundin, dann ein Miststück. Helene Edmeier – Die Jung, bildhübsch, eine Rampensau, wie sie sich selbst nennt, ein Naturtalent. Charly Neumeier – Der Oid, ein Großbauer, macht sich überzeugend an die Jung ran. Herbert Froschauer – Der Fesche, geldgierig, kriminell, ein Heiratsschwindler, vielleicht sogar ein Mörder, eine gescheiterte Existenz. Stefan Bartl – Der Junge, von der Mutter verlassen und verbittert, am Ende in die Schlucht gestürzt - Tod. Sonja Bahner – Die Oane, die leidtragende in diesen Stück, die ihren Seelenfrieden in diesem Leben nicht mehr findet. Leidtragend, auch wegen ihrer zahlreichen blauen Flecken am Oberarm, die ihr Der Fesche, in Rage und halb durchgedreht, wohlgemerkt nach ausdrücklicher Regieanweisung, zugefügt hatte. Uschi Neumeier als Souffleuse, die bei den Proben am Ende des Stückes immer weinen musste. Katja Froschauer, als Regie mit Sonja Bahner super überzeugend. Ausnahmslos alle hatten überzeugend ihre Rolle gespielt und wurden mit viel Applaus gewürdigt.

Dann kam die Ehrung von Sonja Bahner zu Ihren 30jährigen Bühnenjubiläum. Nun war auch Maria Rinderer nervös wie noch nie. In ihrer Rolle war Maria Rinderer immer cool, aber als Maria Rinderer ist das was anderes. Eine ergreifende Rede hat sie vorgetragen, immer wieder gestützt von Sonja Bahner, die selbst eine Stütze brauchte, weil beide am ganzen Leib zitterten. So emotional wie das Theaterstück selbst war auch die Ehrung. Die erste Aufführung war geschafft.

Aber nun kam die zweite Aufführung, Ralph Wallner kam, um sein Werk das erste Mal auf der Bühne zu sehen. Alle wieder nervös – gefällt es ihm – ist es so, wie er es sich das beim Schreiben vorgestellt hat. Ja, Ralph Wallner war begeistert. Als ihn Sonja Bahner am Ende des Stücks auf die Bühne holte, hatte er mit einer sehr emotionalen Rede die schauspielerische Leistung und die Regiearbeit, vollumfänglich gewürdigt. Er hatte während der ganzen Aufführung einen Puls von 180 und sein Freund sagte uns, dass er die ganze Zeit über Turbo nervös war. Dann noch ein Regen aus 30 Rosen für Sonja zum Bühnenjubiläum, die von unseren Freunden auf die Bühne geworfen wurden. Das erste Wochenende war geschafft und es war atemberaubend wie noch nie!

Alle anderen Aufführungen gingen in gewohnter Qualität und Souveränität über die Bühne.

Etwas kristallisiert sich für Sonja Bahner wieder einmal heraus. Wenn der Text bei den Proben von Anfang an sitzt, dann kann man aus jeden Stück das Beste rausholen. Diesen Standard kann unser Publikum von uns erwarten und wir tun unser Bestes das auch zu realisieren.

Kurt Bahner (Technik)

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30 Bühnenjubiläum Sonja  006